Nach 62 Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel auf dem Vorplatz des ehemaligen Theaters und seit Herbstbeginn im Bühnenturm des denkmalgeschützten Gebäudes verabschieden wir uns erstmal in die Winterpause!

Ziel des KAHO Interim 2021 war es, das ehemalige Theatergebäude vor Beginn des voraussichtlich bis 2025 andauernden Umbaus wieder zum Leben zu erwecken, unterschiedliche Veranstaltungsformate zu testen und eine Bürger:innenbeteiligung mit künstlerischen Mitteln zu ermöglichen. Das ist uns auf jeden Fall gelungen, auch dank Euch 1.600 (in Worten: tausendsechshundert!) Besucher:innen, die Ihr aus Karlshorst und ganz Berlin unserem Programm mit Neugier begegnetet.

Wir hatten Glück, dass wir den Spielbetrieb genau zur Lockerung aufnehmen konnten und bis zur erneuten Verschärfung der pandemiebedingten Einschränkungen Tanzstunden, Filmvorführungen, Performances, Lesungen, Workshops und Konzerte anbieten durften.
Den größten Anklang fanden die Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche, die restlos ausverkauft waren. Wer all das verpasst hat, findet die Videoaufzeichnungen ausgewählter Veranstaltungen weiterhin auf unserem YouTube Kanal.

Thematischen Ausgangspunkt für das Interimsprogramm bildeten sowohl der Standort des KAHO als auch das Gebäude an sich. Das seit 2008 ungenutzte ehemalige Theater, 1948/49 erbaut als Haus der Offiziere, ist aufs Engste mit dem ehemaligen militärischen Sperrgebiet der sowjetischen Alliierten in Karlshorst verwoben. Vor diesem Hintergrund entstanden fünf von insgesamt sieben Premieren mit Zeitzeug:innen. Des Weiteren wurden 13 Veranstaltungen von russischsprachigen Berliner:innen bestritten, die genau wie das Kinderprogramm Publikum aus nah und fern anzogen.

Natürlich bringt so ein geschichtsträchtiger Ort im Umbau und Aufbruch auch einige Herausforderungen mit sich, die wir Euch nicht verschweigen wollen. Während einer Generalprobe kam es beispielsweise zu einem vierstündigen Stromausfall, weil die Elektroarbeiten noch nicht abgeschlossen waren! Immer wieder erheiternd war es für unser Team außerdem, ständig vor verschlossenen Türen zu stehen, weil das Schließsystem bei laufendem Betrieb angepasst wurde.

Wir geben zu: Manches hat unser kleines Team an seine Grenzen gebracht! Aber wir freuen uns schon sehr, wenn der Umbau des KAHO erfolgreich verläuft, damit der reguläre Betrieb hoffentlich in 2025 aufgenommen werden kann. Bis dahin werden wir natürlich nicht die Hände in den Schoß legen! In absehbarer Zukunft sind vor allem Kooperationen in Karlshorst, Lichtenberg und dem näheren Einzugsgebiet geplant. 2023 und 2024 schwärmt das KAHO aus, und bringt die kulturellen Angebote zu den Menschen, nicht umgekehrt.

Wir freuen uns, wenn Ihr unseren Ideen auch weiterhin mit Neugier begegnet.

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