Fragen & Antworten
Das KAHO befindet sich aktuell im Wandel. Mit der denkmalgerechten Sanierung wird das ehemalige Theater Karlshorst Schritt für Schritt zu einem neuen Ort für Kultur entwickelt. Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Gebäude, die Sanierung und die zukünftige Nutzung als „KAHO. Raum für Kultur‟.
Wem gehört das KAHO?
Das KAHO entstand 1948/49 und gilt als erstes Nachkriegstheater Deutschlands. Es ist ein Zeugnis der Stadt- und Kulturgeschichte Berlins nach dem 2. Weltkrieg. Zunächst wurde das Gebäude von der sowjetischen Armee als Haus der Offiziere genutzt, mit Aufhebung des Sperrgebietes 1963 war es dann auch wieder für die deutsche Bevölkerung zugänglich. Ab 1990 diente es als Privattheater. 1994 kam es in den Bestand der Wohnungsbaugesellschaft Lichtenberg, die später von der HOWOGE übernommen wurde. Seit 2008 stehen Bühnenturm, Theatersaal und Foyer leer. Um diesen besonderen Ort wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, gründete die HOWOGE 2018 die Stiftung Stadtkultur, die seither Eigentümerin des Gebäudekomplexes ist. Zur Wiedernutzung ist eine umfassende, bedarfsorientierte und denkmalgerechte Sanierung notwendig.
Warum muss das KAHO saniert werden?
Im Mittelpunkt der jetzt beginnenden Sanierungsarbeiten stehen die ehemaligen Theaterräume des KAHO: der Bühnenturm, der Theatersaal und die Foyerbereiche. Alte bauzeittypische belastete Materialien werden fachgerecht unter Einhaltung entsprechender Sicherheitsstandards entfernt, die Innenräume umfassend instandgesetzt und gleichzeitig die historische Substanz bewahrt, da das KAHO denkmalgeschützt ist. Zudem erhält das Gebäude eine moderne Haustechnik und Lüftungsanlage, die einen Betrieb wieder möglich machen.
Inwiefern sind die im Gebäude befindlichen Gewerbeeinheiten von der Sanierung betroffen?
Die Bauarbeiten konzentrieren sich hauptsächlich auf die innenliegenden, aktuell leerstehenden ehemaligen Theaterräume. Es finden keine direkten Arbeiten in den angrenzenden Gewerbeeinheiten statt. Im Bauverlauf wird es zu temporären Nutzungseinschränkungen im Gebäude kommen. Hierzu informieren wird die Gewerbetreibenden rechtzeitig. Ziel ist es, den laufenden Betrieb mit geringstmöglichen Beeinträchtigungen aufrechtzuerhalten.
Kann der Johannes-Fest-Platz weiterhin genutzt werden?
Da der Haupteingang zu den KAHO-Räumen am Johannes-Fest-Platz liegt, wird dieser über die Sanierungszeit zur größtenteils zur Baustelleneinrichtung genutzt. Veranstaltungen können in dieser Zeit daher leider nicht stattfinden. Die Stiftung Stadtkultur als Bauherrin steht hierzu im Austausch mit dem Bezirk, da beiden Parteien der Platz anteilig gehört. Die Stiftung Stadtkultur plant alternativ eine Veranstaltungsreihe „KAHO im Kiez“ mit Konzerten, Open-Air-Kino und Silent Discos an anderen Orten im Stadtteil. Der Wochenmarkt auf dem angrenzenden Odesaplatz findet weiterhin statt. Die Nutzung der Terrasse des Familato wird ebenfalls möglich sein.
Gibt es Veränderungen in der Straßenführung oder der Parkplatzsituation am Johannes-Fest-Platz?
Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Veränderungen in der Straßenführung rund um den Johannes-Fest-Platz absehbar. Auch der Durchgangsverkehr sollte nicht beeinträchtigt werden. Hinsichtlich der Baustelleneinrichtung finden noch Abstimmungen mit dem Straßen- und Grünflächenamt des Bezirks statt. Wir gehen aktuell davon aus, dass alle Parkplätze am Johannes-Fest-Platz erhalten bleiben.
Welche Auswirkungen haben die Sanierungsarbeiten auf die anliegenden Wohngebäude?
Der Großteil der Bauarbeiten wird im Inneren des Gebäudes durchgeführt. Folglich wird man im Wesentlichen nur gelegentlichen Umgebungslärm durch den Zu- und Abtransport von Baumaterialien wahrnehmen. Die Stiftung Stadtkultur und die HOWOGE informieren regelmäßig über den Fortschritt der Sanierung und stellen aktuelle Informationen für Interessierte bereit.
Wie laufen die Baumaßnahmen ab?
Aktuell finden bauvorbereitende Maßnahmen sowie Sicherungs- und Rückbauarbeiten statt, die bis zum 3. Quartal 2026 im Wesentlichen abgeschlossen sein werden. Bis Ende 2027 erfolgen der denkmalgerechte Umbau sowie die Grundinstandsetzung des ehemaligen Theaters. Anschließend erfolgt der Ausbau des Gebäudes und die Einbringung der Ausstattung für die Nutzung zu kulturellen Zwecken. Zurzeit ist geplant, die Ausbauarbeiten bis Ende 2028 abzuschließen.
Welche Ideen und Konzepte gibt es für das KAHO der Zukunft?
Unter dem Namen „KAHO. Raum für Kultur“ entsteht ein multifunktionaler Veranstaltungsort, der Geschichte und Gegenwart miteinander verbindet. Ein Ort mit Charakter, der kein klassisches Theater mehr ist und dennoch seine kulturelle Tradition bewahrt – offen für neue Formate, neue Zielgruppen und neue Impulse für die Berliner Kulturlandschaft.
Wie genau kann das KAHO zukünftig genutzt werden?
Das „KAHO. Raum für Kultur“ wird modular bespielbar sein. Je nach Veranstaltungsgröße können einzelne Gebäudeteile oder mehrere Bereiche gemeinsam genutzt werden. Ob Konzert, Lesung, Ausstellung, Performance, Firmenevent oder Konferenz, das KAHO bietet Raum für unterschiedlichste Formate. Es soll ein Ort für die Nachbarschaft sein und zugleich ein kultureller Anziehungspunkt über die Grenzen von Karlshorst hinaus. Seine Lage direkt am S-Bahnhof Karlshorst ist ideal, um Kulturinteressierte aus dem Kiez und den umliegenden, wachsenden Stadtbezirken zusammenzubringen. Aktuell sucht die die Stiftung Stadtkultur einen Ankermieter, der in Zusammenarbeit mit ihr die Nutzung organisiert.
Wie werden Interessierte über die Maßnahmen vor Ort informiert?
Aktualisierte Informationen zum Bauablauf finden Sie in unregelmäßigen Abständen auf dieser Website. Die Mietparteien im Gebäudekomplex werden immer direkt über für sie relevante Änderungen informiert. Des Weiteren veröffentlicht die Stiftung Stadtkultur auf ihrem Instagram-Kanal stiftung.stadtkultur.berlin über die gesamte Bauzeit spannende und wissenswerte Anekdoten und Informationen zum KAHO und seiner Entwicklung.
An wen kann ich mich mit Fragen wenden?
Bei konkreten Fragen zum Baugeschehen oder zum KAHO als Veranstaltungsort wenden Sie sich bitte per E-Mail an: kaho@stiftung-stadtkultur.de